Äpfel bleiben länger frisch, wenn Sie sie an einem dunklen, kühlen Ort aufbewahren, der frostfrei bleibt. Essen oder verarbeiten Sie beschädigte Früchte zuerst; verschimmelte Äpfel gehören in den Abfall. Äpfel, die noch gut sind, aber nicht mehr knackig, eignen sich für Mus, Trockenringe oder Kuchen.
Äpfel kühl lagern
Lagern Sie Äpfel möglichst kühl und dunkel. Je nach Empfehlung lagern Sie Äpfel im Haushalt bei etwa 7 °C im Gemüsefach oder bei 2 bis 5 °C in einem kühlen Lagerraum. Entscheidend ist, Wärme und Austrocknung zu vermeiden. Frost vertragen die Früchte nicht. Wie lange sie frisch bleiben, richtet sich auch danach, welche Sorte Sie lagern, wie reif die Äpfel sind und in welchem Zustand sie sich befinden.
Ein Beutel mit kleinen Löchern hält die Äpfel feucht und lässt überschüssige Feuchtigkeit entweichen, sodass sich kein Kondenswasser sammelt. Größere Mengen können Sie in Kisten oder auf einem Regal lagern. Kontrollieren Sie die Äpfel regelmäßig und nehmen Sie Früchte mit Druck- oder Faulstellen heraus. Fallobst und angeschlagene Äpfel eignen sich am besten zum baldigen Verzehr oder zur Verarbeitung.
Äpfel geben Ethylen ab, ein Reifegas, das bei empfindlichem Obst und Gemüse die Reifung beschleunigt. Lagern Sie sie deshalb getrennt von Birnen. Das gilt ebenso für Broccoli, Blumenkohl, Gurken und Tomaten. Boskoop und Braeburn gelten ebenso wie Elstar, Gala, Jonagold und Topaz als gut lagerfähig. Diese Sorten bieten eine Orientierung zur Lagerfähigkeit; für einzelne Früchte ist das Ergebnis nicht garantiert. Sommersorten wie Klarapfel halten sich meist weniger gut.
Äpfel frisch genießen
Für den Frischverzehr eignen sich knackige, unbeschädigte Äpfel. Die Sorte bestimmt, ob sie eher süß oder säuerlich schmecken und wie fest ihr Fruchtfleisch ist. Essen Sie sie pur, schneiden Sie sie in Spalten oder geben Sie sie in Müsli und Obstsalat.
Die Schale können Sie mitessen, wenn Sie möchten. Viele Vitamine und sekundäre Pflanzenstoffe sitzen in oder direkt unter der Schale. Werden Apfelstücke nach dem Schneiden braun, helfen ein paar Tropfen Zitronensaft, die Verfärbung zu verringern.
Apfelmus selber machen
Für ein einfaches Mus schälen und würfeln Sie die Äpfel. Dünsten Sie die Stücke mit wenig Wasser und etwas Zitronensaft ungefähr 15 Minuten, bis sie weich sind. Anschließend pürieren Sie das Mus grob oder fein. Zimt, Vanille oder Sternanis geben zusätzliches Aroma; auch Birne, Pflaume oder Quitte passen dazu. Zucker ist nicht zwingend nötig, denn Äpfel enthalten von Natur aus Fruchtzucker.
Frieren Sie Portionen ein, die Sie nicht bald verwenden. Bei minus 18 °C hält sich fertig zubereitetes Apfelmus etwa acht bis zehn Monate. Das ist ein Richtwert. Heißes Mus einfach in Gläser zu füllen und zu verschließen, reicht nicht aus, um es sicher bei Raumtemperatur zu lagern. Für einen Vorrat im Schrank brauchen Sie eine geprüfte Einkochanleitung mit den genauen Arbeitsschritten.
Apfelringe selbst trocknen
Waschen Sie die Äpfel, entfernen Sie das Kerngehäuse und schneiden Sie das Fruchtfleisch in dünne Scheiben. Gleichmäßige, dünne Stücke trocknen besser als dicke. Auch etwas schrumpelige Äpfel können Sie verwenden, solange sie weder faul noch verschimmelt sind.
Anleitungen nennen unterschiedliche Richtwerte für das Trocknen im Backofen: Eine empfiehlt 80 °C und etwa eineinhalb Stunden, eine andere 60 bis 70 °C und etwa vier bis fünf Stunden. Folgen Sie der gewählten Anleitung und den Angaben Ihres Geräts. Kontrollieren Sie die Scheiben während des Trocknens. Die Feuchtigkeit muss aus dem Backofen entweichen können. Dazu können Sie die Tür einen Spalt offen halten. Alternativ verwenden Sie einen Dörrautomaten oder trocknen die Äpfel an einem warmen, geschützten Ort.
Lassen Sie die Apfelringe abkühlen und bewahren Sie sie gut verschlossen auf. Sie schmecken als Knabberei, im Müsli oder als aromatischer Aufguss für Tee.
Äpfel für Kuchen verwenden
Boskoop, Elstar und Jonagold eignen sich gut für Kuchen. Für einen versunkenen Apfelkuchen passen besonders säuerliche Sorten wie Boskoop, Jonagold und Cox Orange. Sie können die Äpfel würfeln und unter den Teig heben. Ebenso lassen sie sich fein reiben oder als Belag auflegen. Geriebene Äpfel machen Rührteig saftiger.
Beim Backen werden die Früchte weich und schmecken oft aromatischer und süßer. Neben versunkenem Apfelkuchen eignen sie sich für Streusel- und Gewürzkuchen. Äpfel, die für den Frischverzehr zu weich geworden sind, lassen sich dafür ebenfalls verwenden, wenn sie nicht faul oder verschimmelt sind.

