Joghurt, Buttermilch und Kefir im Alltag nutzen

Joghurt, Buttermilch, Dickmilch und Kefir passen zu verschiedenen Tageszeiten, vom Frühstück über die Zwischenmahlzeit bis zum Dessert. Sie unterscheiden sich in Konsistenz und Geschmack: Joghurt ist cremig, Dickmilch fester, Buttermilch und Kefir eignen sich zum Trinken und Mixen. Naturprodukte lassen sich etwa mit Obst und Haferflocken ergänzen; Nüsse oder Kräuter passen ebenfalls dazu.

Bei gesüßten Fertigprodukten lohnt sich ein Blick auf die Nährwertangaben.

Joghurt, Buttermilch, Dickmilch und Kefir vergleichen

Produkt Konsistenz und Geschmack Passt besonders gut zu
Naturjoghurt Cremig bis fest, mild bis säuerlich Müsli, Obst, Dessertcreme
Buttermilch Trinkbar oder dickflüssig, fein-säuerlich Fruchtmix, Getränk, Backen
Dickmilch Fest und löffelbar Beeren, Obstschale, Schichtdessert
Kefir Trinkbar, je nach Sorte mild oder kräftiger Fruchtmix, Getränk, Backen

Buttermilch entsteht traditionell beim Buttern von Rahm. Im Handel ist häufig „Reine Buttermilch“ erhältlich, die dickflüssig und vollmundig schmeckt. Kefir wird mit Milchsäurebakterien und Hefen hergestellt. Traditionell hergestellter Kefir kann deshalb Kohlensäure und geringe Mengen Alkohol enthalten. Die im Supermarkt verbreitete Variante „Kefir mild“ schmeckt meist milder und enthält weniger Kohlensäure und Alkohol.

Dickmilch wird mit bestimmten Bakterien gesäuert und erhält dadurch ihre feste, löffelbare Konsistenz. Fettgehalt und Festigkeit unterscheiden sich bei Naturjoghurt und Dickmilch je nach Produkt. Prüfen Sie deshalb die Packungsangaben, wenn Ihnen diese Unterschiede wichtig sind.

Frühstück abwechslungsreich machen

Für ein schnelles Frühstück geben Sie Haferflocken und frisches Obst in Naturjoghurt. Nüsse oder Samen ergänzen eine knusprige Komponente. Mit reifer Banane oder süßen Beeren wird die Schale fruchtiger. So brauchen Sie keinen stark gesüßten Fruchtjoghurt.

Wenn Sie morgens lieber etwas trinken, pürieren Sie Buttermilch oder Kefir mit Beeren oder anderem Obst. Buttermilch eignet sich für einen mild-säuerlichen Fruchtmix; Kefir bringt je nach Sorte ein kräftigeres Aroma mit. Für mehr Biss können Sie Haferflocken dazugeben und die Mischung kurz quellen lassen.

Snacks und Desserts zubereiten

Eine Schale Joghurt oder Dickmilch mit saisonalem Obst eignet sich als Snack. Für ein leichtes Dessert schichten Sie Beeren oder Apfelstücke mit Joghurt oder Dickmilch. Eine kleine Menge Haferflocken oder gehackter Nüsse gibt dem Dessert mehr Biss. Wenn Sie eine weichere Creme möchten, rühren Sie Naturjoghurt glatt und süßen ihn nach Geschmack mit zerdrückter Banane oder Fruchtpüree.

Sie können Buttermilch und Kefir als Trinksnack mitnehmen, wenn Sie sie kühl halten. Wenn Sie es weniger säuerlich mögen, wählen Sie milden Kefir oder mischen Sie gekauften Fruchtjoghurt mit Naturjoghurt. So wird die Mischung weniger süß als der Fruchtjoghurt allein.

Herzhaft würzen und damit backen

Buttermilch oder Kefir lassen sich mit Kräutern und Gewürzen herzhaft abschmecken. So entsteht eine säuerliche Grundlage, die Sie etwa zu einer Brotzeit servieren können. Sie können Buttermilch und Kefir auch für Brot und Muffins verwenden. Ersetzen Sie eine andere Flüssigkeit im Rezept nicht einfach durch Buttermilch oder Kefir. Halten Sie sich bei Menge und Austausch an die Angaben des jeweiligen Rezepts.

Zucker und Nährwerte prüfen

Naturprodukte geben Ihnen mehr Kontrolle über die Süße als viele fertige Fruchtjoghurts. Die Verbraucherzentrale empfiehlt, Naturjoghurt mit frischem Obst zu kombinieren oder einen süßen Fruchtjoghurt mit Naturjoghurt zu mischen. Die Nährwerttabelle zeigt, wie viel Zucker das konkrete Produkt enthält. Der Wert „Kohlenhydrate, davon Zucker“ umfasst den gesamten Zucker im Lebensmittel, darunter auch den zugesetzten Zucker.

Buttermilch und Kefir liefern laut Bundeszentrum für Ernährung etwa 3 Gramm Eiweiß pro 100 Milliliter. Sie enthalten auch Calcium, Kalium, Zink und B-Vitamine. Die genauen Nährwerte unterscheiden sich nach Produkt und Rezeptur. Diese Angaben gelten nicht pauschal für Joghurt und Dickmilch. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt Erwachsenen insgesamt zwei Portionen Milch und Milchprodukte pro Tag. Als Beispiel nennt sie 150 Gramm Joghurt und 30 Gramm Käse. Das ist eine Orientierung für die gesamte Gruppe der Milchprodukte, keine Empfehlung, täglich zwei Portionen dieser vier Sauermilchprodukte zu essen.

Nährwerte und Verträglichkeit von Sauermilchprodukten

Joghurt, Buttermilch, Dickmilch und Kefir lassen sich pur, mit Obst oder Kräutern und teilweise auch beim Backen verwenden. Milchprodukte liefern Nährstoffe wie Eiweiß und Calcium; laut Deutscher Gesellschaft für Ernährung tragen sie außerdem zur Versorgung mit Jod sowie den Vitaminen B₂ und B₁₂ bei. Fettstufe und Zuckerzusatz beeinflussen den Nährwert einer Mahlzeit. Auch Toppings spielen dabei eine Rolle. Auch ein Naturprodukt mit reichlich Nüssen oder süßen Zutaten ist nicht automatisch kalorienarm.

Bei fermentierten Milchprodukten kommen Bakterienkulturen zum Einsatz. Daraus folgt kein pauschales Versprechen, dass sie die Darmgesundheit oder das Immunsystem verbessern. Für einzelne Aussagen zu bestimmten lebenden Joghurtkulturen gelten festgelegte Bedingungen; sie lassen sich nicht auf alle Produkte übertragen.

Menschen vertragen Laktose, den Milchzucker, unterschiedlich. Joghurt, Buttermilch, Dickmilch und Kefir sind nicht automatisch laktosefrei. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung beschreibt, dass manche Menschen bestimmte nicht wärmebehandelte Sauermilchprodukte gut vertragen, empfiehlt aber, die individuelle Verträglichkeit zu prüfen. Bei Beschwerden kommen laktosefreie Milchprodukte als Alternative infrage. Wer unsicher ist oder wiederholt Beschwerden bemerkt, sollte die Ernährung fachlich abklären lassen.